Hilfstransport mit Perrera e.V. vom 13.11.bis 15.11.2009 nach Siofok und Veszprem
Heidi und Frank nahmen vom 13.11. bis 15.11.2009 an einem der regelmäßigen Hilfstransporte vom Verein Perrera e.V. - Hilfe für Hunde aus Ungarn teil.
Drei Tage vor Fahrtantritt hatten wir schon mit 2 PKW Spenden nach Flögert gebracht.
Am 12.11. fuhren wir dann um 23 Uhr von Siegen nach Flögert. Nach einem kräftigen Kaffee von Anne Sieger machten wir uns dann um 0.30 Uhr auf den Weg. Heidi fuhr mit Reiner Westenfelder (1.Vorsitzender von Perrera e.V.) mit unserem PKW und Gerhard, der Bayer und Frank, der Sachse mit dem 7,5-Tonner. Erstes Ziel war die Fa. Bosch in Crailsheim, wo wir um 08.00 Uhr ankamen.
Dort luden wir reichlich 700 kg Futter zu und unser LKW erreichte seine "Zuladungsgrenze".
Weiter ging die Fahrt Richtung Ungarn. An der deutsch/österreichischen Grenze "durften" wir die Waage passieren........ aber der österreichische Polizist schien ein Tierfreund zu sein und ließ uns trotz leichtem "Übergewicht" passieren.
Gegen 20.00 Uhr trafen wir in Veszprem ein. Dort wurden wir schon erwartet und fuhren direkt zu der entstehenden Auffangstation, um die Spenden zu entladen. Die dankbaren Blicke der ungarischen Tierschützer ließen alle die Strapazen der 19 Stunden Fahrt vergessen.
Gegen 22 Uhr waren wir dann in unserem Quartier. Mit einem ungarischen Bier ließen wir den Tag ausklingen und gingen dann schlafen.
Am nächsten Morgen, nach einem improvisierten, aber reichhaltigen Frühstück fuhren wir dann ins Tierheim Siofok. Heidi verschwand sofort mit der Kamera bewaffnet auf dem Gelände des Tierheims. Wir luden den LKW aus und konnten wieder an den dankbaren Blicken der dortigen Helfer sehen, das unsere Hilfe willkommen und gebraucht ist.
Dann machten wir das, was uns physisch am meisten zu schaffen machte.... wir hörten uns die Geschichten der Hunde an. Obwohl Siofok keine Tötungsstation ist und es den Tieren dort relativ gut geht hatten wir doch oft mit den Tränen zu kämpfen - zum einen wegen der Schicksale der Hunde, zum anderen wegen der Hochachtung vor der Arbeit der Helfer vor Ort. Die Stunden im Tierheim vergingen wie im Fluge. Wir haben unsere Hilfe angeboten. Dieses Angebot wurde auch sofort angenommen. Wir werden also auch in Zukunft gemeinsam mit Perrera e.V. in Siofok und Veszprem aktiv sein.
Am Nachmittag lud uns Zsuzsi, die als Dolmetscherin fungiert, zum Essen ein. Satt und zufrieden erfüllten wir Heidi ihren Wunsch, wenigstens einmal den Balaton zu sehen.
Diese Stunde "abschalten" hat uns allen vier gut getan: Heidi hat den Balaton gesehen, der Bayer hat eine Möwe "dressiert", der Sachse hat assisiert und Reiner hat sich amüsiert.
Anschließend fuhren wir ins Tierheim und verluden die Hunde, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein neues Zuhause gefunden hatten.
Pünktlich um 0.00 Uhr brachen wir dann in Richtung Deutschland auf. Die Rückfahrt verlief ohne Komplikatioan . Erste Station in Deutschland war der Rasthof Donautal. Dort wurden die ersten beiden Hunde an ihre neuen Besitzer, die schon mehrere Stunden gewartet hatten, übergeben. Der Erstkontakt zeigt uns..... Hund und Herrchen passen zusammen.
Weiter ging es zur Raststätte Jura. Dort trennten sich unsere Wege.Reiner und Gerhard fuhren mit dem LKW weiter in Richtung NRW während Heidi und ich (Frank) mit 4 Hunden in unserem PKW in Richtung Rheinland-Pfalz fuhren. Bei Feuchtwangen wartet ein Ehepaar aus der Schweiz schon sehnsüchtig auf "ihren" Hund. Beide waren schon am Vortag angereist, um auf alle Fälle pünktlich da zu sein. Auch da stimmte die Chemie zwischen Hund und Mensch sofort.
Weiter ging es Richtung Worms.Wir übergaben einen Hund an eine unserer Pflegestellen und die letzten beiden hattes es dann in Worms geschafft.
Wir machten uns dann auf den Weg nach Siegen und waren gegen 20.00 Uhr wieder zu Hause - geschafft, aber glücklich.
Abschließend möchte ich noch feststellen, das de Zusammenarbeit mit Perrera e.V. einfach nur Klasse ist. Kein Konkurenzdenken sondern nur das Ziel, vielen Tieren zu helfen... ob durch Hilfsgüter aus Deutschland oder die Vermittlung von Hunden aus Ungarn. Ich denke, das wir unsere Zusammenarbeit weiter vertiefen werden und gemeinsam noch viel erreichen werden.
Fazit: Es war nicht unsere letzte Fahrt gemeinsam mit Perrera e.V. - im Interesse der Hunde von Siofok und Veszprem.