Die Fahrt hat vom 12. bis 14. 2. 2010 stattgefunden.
Reiner Westenfelder (Perrera e.V.), Andre Feisel und Frank Ohlig (Tierhilfe West e.V.) sind am Sonntag abend trotz widrigster Wetterverhältnisse pünktlich und unversehrt wieder in Deutschland angekommen.
Hier der erste Teil des Berichtes, leider noch ohne Bilder, da die Technik nicht so wollte wie ich:
Am 12.2. fuhren Andre und Frank voll beladen mit Spenden nach Flögert, wo Reiner mit dem (fast) vollen Transporter wartete. Wir fanden noch ein Plätzchen für unsere Spenden und pünktlich 0.00 Uhr setzte sich der Sprinter in Bewegung. Die Wettervorhersagen waren nicht gerade berauschend – aber watt mutt datt mutt.
Wir kamen gut voran, obwohl wir die Leistungsfähigkeit des Fahrzeuges nie ganz ausschöpfen konnten. Die Straßen waren relativ gut geräumt. Bis auf einen kleinen Stau gab es keine Komplikationen.
Um 13.00 Uhr trafen wir uns mit den Tierschützern in Veszprèm im „alten“ Haus von Zsusza. Dort luden wir die ersten Spenden (u.a. dringend benötigtes Trockenfutter) aus. Die eigentliche Auffangstation konnten wir nicht anfahren, da der Weg nicht geräumt wurde.
Zsusza (sie ist die Vorsitzende des TSV Vackalo) und Reiner sprachen noch einige Termine ab. Reiner lud die Veszpremer zum Sommerfest in Hof ein. Die Einladung wurde freudig angenommen.
Da wir jetzt vor unserem Zeitplan lagen (da ja die Station leider nicht besucht werden konnte), fuhren wir direkt nach Siofok ins Tierheim. Janos, der das Erbe seiner leider im letzten Jahr verstorbenen Mutter weiterführt befand sich auf dem Nachhauseweg. Nach unserem Anruf kehrte er sofort um und kam wieder zum Tierheim. Dort luden wir den Rest der Spenden aus. Mit Erleichterung wurde auch dort das Trockenfutter in Empfang genommen, da es bei der Kälte in Siofok kaum möglich ist, andere Sachen zu füttern. Das Nassfutter friert in den Näpfen fest.
Wir verabredeten uns für den nächsten Morgen und nach einem kurzen Rundgang durchs Tierheim (Andre musste vorher verständlicherweise „seine“ Gyözö begrüßen) fuhren wir zu unserer Unterkunft.
Peter hatte diesmal gut vorgeheizt, so das wir unsere warmen Zimmer beziehen konnten.
Wir machten uns frisch und fuhren „Zum alten Fischer“. Dort fuhren wir uns auf dem Parkplatz erst mal richtig fest. Aber mit Hilfe einiger Gäste, deren PKW wir blockierten, kamen wir schnell wieder frei.
Nach einem guten, reichhaltigen Essen ging es wieder ab in die Unterkunft und wir fielen in unsere Betten.
Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg ins Tierheim. Wir hatten Glück, auf der Straße zum Tierheim fuhr vor uns der Schneepflug…. So kamen wir ohne Zwischenfälle am Tierheim an, wo uns Szuszi schon erwartete.
Andre konnte sich jetzt endlich mit seinen Hund beschäftigen , der am nächsten Tag mit nach Deutschland reisen würde.
Frank marschierte mit Szuszi durchs Tierheim und ließ sich die „Neuzugänge“ und Sorgenkinder zeigen. Wir nutzten die Zeit, um uns mit einigen Hunden zu beschäftigen.
Gegen Mittag, als der Schneepflug den Weg gerade wieder freigeräumt hatte, wollten wir nach Siofok fahren, noch etwas essen. Wir hatten die Rechnung allerdings ohne den scharfen, kalten Wind gemacht. Innerhalb von 10 Minuten war die Straße wieder dicht und es passierte, was passieren musste….. wir steckten in einer Schneewehe fest. Trotz körperlichen Einsatz von Reiner und Andre und der tatkräftigen Hilfe der Tierheimmitarbeiter kamen wir aus eigener Kraft nicht mehr frei. Szuszi erreichte telefonisch den Schneepflugfahrer, der dann den Weg wieder freischob.
Am frühen Nachmittag waren wir wieder am Tierheim. Dort wurden wir schon erwartet. Ein Hund aus Budaörs, der mit uns mitfahren sollte, traf fast gleichzeitig ein. Liane, die den Hund aus Budapest gebracht hatte erzählte von starken Verkehrsbehinderungen auf der Autobahn.
Wir verluden alle Hunde, die ein Plätzchen in Deutschland gefunden hatten und fuhren dann nach Veszprem, um aus der dortigen Auffangstation noch 6 weitere Hunde aufzunehmen.
Die Auffangstation Veszprem liegt mitten im Wald… also hieß es… Auto bleibt an der Hauptstraße stehen und wir gehen zu Fuß. Frank durfte sich also aufmachen, mit den ungarischen Tierschützern, um die Hunde abzuholen. Meterhohe Schneeverwehungen machten den Marsch zu einem Härtetest. An der Auffangstation wartet Szusza schon mit den Schützlingen, teilweise in wärmende Kleidung gehüllt. Der Rückweg ging für Frank sehr schnell…. „sein“ Hund hatte irrsinigen Spaß am Schnee und brachte das auch zum Ausdruck… in Abwandlung eines Zitates aus der deutschen Literatur kann man sagen: „Halb zog er ihn, oft fiel er hin“. Aber wer kann schon sagen, das er mit 5 schönen Frauen einen romantischen Spaziergang durch das verschneite Veszprem gemacht hat.
Nach dem verladen der letzten Hunde machten wir uns auf den Weg nach Deutschland. Uns stand ein Umweg bevor, das die Straße durch die Berge nicht mehr befahrbar war. Also ging es erst Richtung Budapest und dann auf der Autobahn in Richtung Österreich.
Trotz widrigster Straßenbedingungen kamen wir gut voran.
Überpünktlich kamen wir an der ersten Station an.
Fortsetzung folgt